Die Zahl der Neugruendungen in der deutschen Games-Branche ist deutlich gesunken. Wie aus dem Jahresreport der deutschen Games-Branche 2024 des Verbands game hervorgeht, kamen 2023 nur 33 neue Studios hinzu, nach 93 Gruendungen im Jahr 2020. Insgesamt zaehlt die Branche 948 Unternehmen, ein Plus von 50 Prozent gegenueber 2020.
Den Hoehepunkt markierte das Jahr 2020, als die Bundesfoerderung nach der Pilotphase startete. Das Programm übernimmt 50 Prozent der Entwicklungskosten, bei Budgets über zwei Millionen Euro sinkt der Satz auf 25 Prozent. Seit Sommer 2023 wurden wegen ausgeschoepfter Mittel keine neuen Antraege mehr angenommen, was die zuvor regelmaessige Gruendungswelle bremste.
Regional zeigt sich ein klares Gefaelle: Bayern verzeichnete seit 2020 62 neue Registrierungen, Berlin 57 und Nordrhein-Westfalen 38. Schleswig-Holstein kam auf drei Gruendungen, Thueringen auf eine. Der Frauenanteil bei Neugruendungen liegt bei 18 Prozent, die Insolvenzquote bei 6,6 Prozent. In der erweiterten Branche arbeiten rund 30.000 Menschen, etwa 12.400 davon in Entwicklung und Publishing.
Verbandsgeschaeftsfuehrer Felix Falk warnt, der Sektor drohe ohne verlaessliche Bundesfoerderung an Schwung zu verlieren. Wie sehr Foerderinstrumente die Gruendungsdynamik praegen, zeigte zuvor die Debatte um das Gruendungs-Stipendium Press Start.
