Microsoft hat in seinem dritten Geschäftsquartal des Fiskaljahres 2024, das am 31. März 2024 endete, ein zweistellig gewachsenes Gaming-Geschäft ausgewiesen. Wie der Konzern in der Quartalsbilanz am 25. April 2024 berichtete, stieg der Gaming-Umsatz um 1,8 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 51 Prozent. Innerhalb dieser Sparte wuchs Xbox Content and Services um 62 Prozent, während der Umsatz mit Xbox-Hardware um 31 Prozent zurückging. Das Quartal liefert damit das zweite vollständige Berichtsfenster nach der Übernahme von Activision Blizzard.
Activision Blizzard trägt 61 von 62 Wachstumspunkten
Das Wachstum bei Xbox Content and Services geht fast komplett auf die Akquisition zurück. Microsoft beziffert den Nettoeffekt der Activision-Blizzard-Übernahme auf 61 Prozentpunkte des 62-prozentigen Anstiegs. Der organische Beitrag des bestehenden Software- und Servicegeschäfts liegt damit rechnerisch bei rund einem Prozentpunkt. Die Übernahme war im Oktober 2023 abgeschlossen worden, sodass das dritte Geschäftsquartal das Portfolio mit Titeln wie Call of Duty, World of Warcraft und Candy Crush über den vollen Dreimonatszeitraum konsolidiert abbildet. Schon in früheren Quartalen hat Activision Blizzard das Xbox-Geschäft gestützt.
Der Hardware-Rückgang von 31 Prozent führt Microsoft auf ein geringeres Verkaufsvolumen an Konsolen zurück. Die laufende Konsolengeneration befindet sich in einer späten Phase ihres Lebenszyklus, in der Absatzzahlen typischerweise nachlassen. Der prozentuale Rückgang basiert zudem auf einer bereits schwachen Vergleichsbasis aus dem Vorjahresquartal, was die Bewegung in absoluten Zahlen relativiert.
Software und Services lösen die Konsole als Umsatztreiber ab
Das Quartal teilt sich in zwei Hälften. Auf der einen Seite steht ein stark expandierendes Content- und Servicegeschäft, getragen durch die zugekauften Franchises. Auf der anderen Seite schrumpft der Hardware-Absatz. Damit verschiebt sich das Gaming-Geschäft weiter weg von der Konsole als Umsatzträger hin zu wiederkehrenden Software- und Diensteerlösen. Kennzahlen wie aktive Nutzerbasis, Abonnementerlöse und Spielesoftware gewinnen für die Bewertung der Sparte an Gewicht, während die reine Geräteabsatzzahl an Aussagekraft verliert.
Die Gaming-Umsätze sind Teil des Segments More Personal Computing. Microsoft veröffentlicht innerhalb dieses Segments keine isolierten Absolutwerte für Xbox Content and Services oder Xbox-Hardware, sondern weist die Bewegungen als prozentuale Veränderungen aus. Die vollständigen Segmentangaben sind in der Quartalsmitteilung von Microsoft Investor Relations dokumentiert.
