NVIDIA hat die zur CES 2025 angekündigte native GeForce-NOW-Anwendung für Valves Steam Deck am 29. Mai 2025 freigegeben und löst damit den bisherigen Umweg über den Browser ab. Die App installiert sich unter SteamOS und stellt das Cloud-Streaming als eigenständige Anwendung bereit. Der Funktionsumfang reicht damit über den bisherigen Workaround per Webbrowser hinaus.
Bis zu 4K/60 mit HDR10 und DLSS 4
Mit der nativen App lässt sich auf dem Steam Deck ein Streaming mit bis zu 4K bei 60 Bildern pro Sekunde realisieren, sofern das Gerät an einen Fernseher angeschlossen ist. Unterstützt werden dabei HDR10, NVIDIA DLSS 4 und Reflex bei den jeweils kompatiblen Titeln. Auf passenden Displays sind laut NVIDIA zudem 120 Bilder pro Sekunde möglich. Über die Ultimate-Mitgliedschaft erhalten Nutzer Zugriff auf die Leistung einer Cloud-Hardware auf Basis aktueller RTX-Grafikprozessoren, was Einstellungen und Bildraten ermöglicht, die das Handheld nativ nicht erreicht.
Da die Berechnung in der Cloud erfolgt und das Handheld lediglich den Videostream verarbeitet, gibt NVIDIA eine um bis zu 50 Prozent längere Akkulaufzeit beim Streaming gegenüber lokal gerechneten Titeln an. Auch die thermische Belastung des Geräts fällt entsprechend geringer aus, da die rechenintensive Last auf die Serverseite ausgelagert wird. Wie sehr Cloud-Angebote inzwischen zum festen Bestandteil der Branche werden, zeigt parallel die Diskussion um ein werbefinanziertes Gratis-Modell bei Xbox Cloud Gaming.
Zugriff auf über 2.200 Titel
Über die App erhalten Steam-Deck-Besitzer Zugang zu mehr als 2.200 unterstützten Spielen, darunter über 180 Titel des PC Game Pass. Eingebunden sind Bibliotheken aus Steam, Epic Games Store, Ubisoft Connect, Battle.net sowie aus dem Xbox-Ökosystem. Die Installation erfolgt über die GeForce-NOW-Downloadseite, eine Schritt-für-Schritt-Anleitung stellt NVIDIA über das eigene Support-Portal bereit. NVIDIA treibt seine Plattform unterdessen auch an anderer Stelle voran, etwa mit dem ACE Game Agent SDK für lokale KI-Begleiter.
