Overwatch 2 startet als Free-to-Play-Live-Service mit 5v5-Format

Activision Blizzard hat Overwatch 2 am 4. Oktober 2022 als kostenlos spielbaren Titel veröffentlicht. Der Nachfolger des 2016 erschienenen Team-Shooters löst das ursprüngliche Bezahlmodell ab und setzt auf einen Free-to-Play-Ansatz, der über regelmäßige Inhalts-Updates als Live-Service betrieben wird. Mit dem Start wechselt die Reihe zugleich vom bisherigen 6v6-Aufbau auf ein 5v5-Format, bei dem pro Team nur noch ein Tank antritt.

Der Titel ist auf einer breiten Plattformbasis verfügbar. Dazu zählen Windows-PC, Xbox Series X und S, Xbox One, PlayStation 5, PlayStation 4 sowie Nintendo Switch. Plattformübergreifendes Spielen (Cross-Play) und plattformübergreifender Fortschritt (Cross-Progression) sind integriert. Über die Anbindung an ein Battle.net-Konto lassen sich mehrere bestehende Overwatch-Konten zusammenführen, sodass Fortschritt und kosmetische Inhalte unabhängig vom verwendeten Gerät in einem Profil gebündelt werden.

Drei neue Helden und sechs Karten zum Start

Zum Launch erweitern drei neue Helden das Aufgebot. Mit Sojourn kommt eine Damage-Heldin hinzu, Junker Queen ergänzt die Tank-Rolle und Kiriko die Support-Kategorie. Hinzu kommen sechs neue Karten, die an realen Schauplätzen wie Toronto, New York, Rom, Monte Carlo, Portugal und Rio de Janeiro angesiedelt sind. Außerdem führt Blizzard den Spielmodus Push ein, bei dem beide Teams einen in der Kartenmitte positionierten Roboter in Richtung der gegnerischen Basis bewegen.

Wechsel auf das Live-Service-Modell

Mit dem Free-to-Play-Start vollzieht Activision Blizzard einen strukturellen Wechsel des Geschäftsmodells für die Marke. Statt eines einmaligen Kaufpreises folgt Overwatch 2 einem saisonalen Rhythmus. Neue Helden, Karten, Spielmodi und kosmetische Inhalte erscheinen in festen Abständen. Die Monetarisierung verlagert sich damit auf einen Battle-Pass und einen In-Game-Shop. Ähnliche umsatzstarke Marken hatte Microsoft zuvor in seiner Aufstellung der Marken mit über einer Milliarde US-Dollar Umsatz hervorgehoben. Etablierte Multiplayer-Shooter setzen zunehmend auf wiederkehrende Inhalts-Releases und niedrige Einstiegshürden, um die Spielerbasis dauerhaft an den Titel zu binden.

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