Südafrika empfiehlt Freigabe der Microsoft-Activision-Übernahme

Die südafrikanische Competition Commission empfahl am 17. April 2023, die geplante Übernahme von Activision Blizzard durch Microsoft ohne Auflagen freizugeben. Die offizielle Mitteilung der Behörde führt den Vorgang als Anchorage Merger Sub Inc. und Activision Blizzard. Anchorage ist eine hundertprozentige Tochter von Microsoft.

Prüfung von Call of Duty und Konsolenvertrieb

Im Mittelpunkt stand die vertikale Wettbewerbsfrage, ob Microsoft nach dem Zusammenschluss die Verfügbarkeit von Call of Duty auf Xbox beschränken könnte. Die Kommission sah dafür keine ausreichende Fähigkeit oder wirtschaftlichen Anreiz, konkurrierende Anbieter wie Sony und Nintendo vom Bezug auszuschließen.

In die Bewertung flossen außerdem Zusagen der beteiligten Unternehmen ein, Call of Duty weiterhin an andere Konsolenhersteller zu liefern. Die Behörde erwartete deshalb keine erhebliche Verhinderung oder Verringerung des Wettbewerbs in einem relevanten Markt und sah auch keine wesentlichen Bedenken beim öffentlichen Interesse.

Empfehlung an das Competition Tribunal

Die Empfehlung war noch nicht die abschließende Entscheidung über den Zusammenschluss. Zuständig für die formale Bestätigung war das südafrikanische Competition Tribunal. Eine frühere Freigabe in Brasilien hatte die Übernahme bereits im Oktober 2022 ohne Auflagen genehmigt.

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