Blizzard Entertainment hat mit Diablo IV: Lord of Hatred die zweite größere Erweiterung des Action-Rollenspiels veröffentlicht. Der Start ist für den 27. April 2026 um 16:00 Uhr PDT angesetzt, was in weiten Teilen der Welt dem 28. April 2026 entspricht. Dazu kommt eine umfangreiche Systemüberarbeitung, die Blizzard als größte Gameplay-Überholung seit dem Verkaufsstart des Titels bezeichnet. Im Mittelpunkt stehen die Auseinandersetzung mit Mephisto, dem Prime Evil des Hasses, und die neue Region Skovos.
Auf Klassenseite kommt der Paladin hinzu, ein lichtgebundener Kaempfer mit Schwert und Schild. An seine Seite tritt der Warlock, der auf Minions setzt und dunkel ausgerichtet ist. Beide erweitern das bisherige Aufgebot und fuegen sich in die überarbeitete Progression. Als Endgame-Drehkreuz der neuen Region dient die Hauptstadt Temis.
Mehr Skillpunkte, höheres Levelcap, neuer Fertigkeitenbaum
Den Kern der Überarbeitung bildet der Fertigkeitenbaum. Blizzard nennt mehr als 40 überarbeitete Auswahlmöglichkeiten und 80 zusätzliche Optionen. Die Obergrenze der verfügbaren Fertigkeitspunkte steigt auf bis zu 83, das Levelcap klettert auf Stufe 70. Hinzu kommen ein neues Loot-Filter-System, eine Karten-Überlagerung mit Pathfinding sowie Angel- und Echoing-Hatred-Aktivitäten als zusätzliche Beschäftigung.
Auch die Schwierigkeitsstruktur baut Blizzard um. Die Torment-Stufen wachsen von vier auf zwölf Tiers, womit sich die Skalierung im fortgeschrittenen Spielverlauf feiner abstufen lässt. Die Horadric-Würfel-Station kehrt als Crafting-Element zurück und ergänzt die bestehenden Werkbaenke.
War Plans verketten das Endgame, über 200 Aspekte überarbeitet
Das Endgame strukturiert das System War Plans neu. Spieler verketten Aktivitäten wie Albtraumdungeons, Helltides, The Undercity, Lair-Bosse, Infernal Hordes und The Pit. Dabei greifen nahtlose Teleportation zwischen den Aktivitäten und eine automatische Sigil-Erzeugung. Die Verkettung soll dem Endgame eine durchgehende Struktur geben.
Bei der Ausrüstung hat Blizzard über 200 legendaere Aspekte überarbeitet. Dazu kommt ein neues Talisman-System mit Seals und Charms sowie neue Edelstein-Stufen in Form von Horadric- und Flawless-Horadric-Gems. Unique-Gegenstände erhalten weniger fixe Affixe und damit mehr Spielraum bei der Anpassung. Skill-Tree, Endgame-Struktur und Itemization zusammengenommen ergibt das eine Überarbeitung, die das System des Action-Rollenspiels in der Breite betrifft. Wie sich die einzelnen Bausteine im laufenden Betrieb schlagen, zeigt der Patch für Diablo IV erst nach dem Start.
