Microsoft hat sein Performance- und Debugging-Werkzeug PIX on Windows in der Version 2509.25 am 25. September 2025 veröffentlicht. Das Update räumt eine Inkompatibilität mit dem Windows-11-Update KB5065789 aus dem Weg und unterstützt nun auch die Handhelds ROG Xbox Ally und ROG Xbox Ally X. Spieleentwickler nutzen PIX, um DirectX-12-Anwendungen auf Windows und Xbox auf GPU- und CPU-Ebene zu analysieren. Mit an Bord sind GPU-Captures, ein Shader-Debugger und diverse Timeline-Werkzeuge.
Was KB5065789 kaputt gemacht hatte
Das Windows-11-Update KB5065789 hebt die im Verzeichnis system32 abgelegte D3D12Core.dll auf einen Stand, der ungefähr dem DirectX Agility SDK 616.1 entspricht. Damit war der Aufruf von D3D12EnableExperimentalFeatures() in Nicht-Preview-Builds des Agility SDK nicht mehr gueltig. Ältere PIX-Versionen scheiterten danach am Aktivieren experimenteller Funktionen. PIX 2509.25 und neuere Versionen beheben das Problem, sodass die betroffenen Captures auf gepatchten Systemen wieder durchlaufen.
Hinzu kommt volle Unterstützung für drei Funktionen des DirectX Agility SDK 618, die den Preview-Status hinter sich gelassen haben und jetzt regulär laufen: Application-Specific Driver State, Recreate-At-GPUVA und Tight Alignment. Die ersten beiden sind eigens dafür gebaut, Capture und Replay in Werkzeugen wie PIX genauer zu machen. Standardmäßig sind beide allerdings vorerst abgeschaltet und sollen erst mit künftigen Updates eingeschaltet werden.
Neues AMD-Plug-in bringt die Xbox-Ally-Handhelds dazu
Ein neues AMD-Plug-in weitet die Gerätekompatibilität auf die Handhelds ROG Xbox Ally und ROG Xbox Ally X aus. Gleichzeitig liefert es über alle AMD-Geräte hinweg genauere Counter- und Occupancy-Daten in der Timeline der GPU-Captures. Entwickler bekommen damit praezisere Messwerte für die Auslastungsanalyse auf der breiten AMD-Hardwarebasis, zu der nun auch die portablen Systeme der Xbox-Reihe gehören.
Dazu kommen mehrere Fehlerkorrekturen. Microsoft beseitigt unter anderem Abstürze zur Capture-Zeit, die mit Buffer-UAV-Zuständen zusammenhängen, und schraubt am Shader-Debugger sowie an benutzerdefinierten Visualisierern. Auch der Timeline-Viewer und der Viewer für Acceleration Structures haben Überarbeitungen erhalten, dazu etliche Korrekturen an Oberfläche und Einstellungen.
