Microsoft hat in den Release Notes für das dritte Quartal 2025 eine Reihe von Aktualisierungen seiner Werkzeuge und Dienste für die Spieleentwicklung zusammengefasst. Der Bericht deckt den Zeitraum Juli bis September 2025 ab. Er bündelt Neuerungen rund um das Game Development Kit (GDK), die I/O-Bibliothek DirectStorage, die Agility SDK sowie die Cloud-Dienste von PlayFab. Drei Punkte stechen heraus: Verbesserungen für PC-Handhelds, eine neue Schnittstelle zum schnellen Laden von Spieldaten und eine plattformübergreifende Speicherstandlösung.
Auf der Hardware-Seite begleitet der Bericht den Marktstart der ROG Xbox Ally und ROG Xbox Ally X. Mit dem Handheld Compatibility Program führt Microsoft ein Kennzeichnungssystem ein, das Titel nach ihrer Eignung für Windows-Handhelds einstuft. Dazu kommen Best-Practice-Beispiele, die sich mit dem Verhältnis von Leistung und Energieeffizienz auf mobilen Geräten befassen.
GDK 2504 QFE, DirectStorage 1.3 und Agility SDK 1.618
Das GDK 2504 QFE ist das dritte Update zur April-2025-Ausgabe des Game Development Kit. Die Korrekturen reichen laut Hersteller über PIX, Audio, Grafik und Netzwerk. Für die Oktober-Ausgabe kündigt der Bericht Verbesserungen am Submission Validator und am Game Package Manager an, dazu das neue Kommandozeilenwerkzeug wdcapturesession für den PC. Das GDK wird außerdem in der Unity-Anbindung sowie über die GameMaker-Studio-2-Erweiterung in Version 3.0.1 unterstützt.
DirectStorage gibt es jetzt in Version 1.3 über NuGet, ausgeliefert als Paket Microsoft.Direct3D.DirectStorage. Das Update bringt nach Angaben von Microsoft eine neue API und mehrere Verfeinerungen, die auf Rückmeldungen aus der Entwicklergemeinde zurückgehen. Die Agility SDK 1.618 liefert den ersten Satz an Werkzeugen, mit denen sich Advanced Shader Delivery in Titel integrieren lässt. Das Verfahren soll lange Ladezeiten und störendes Ruckeln beim ersten Start eines Spiels in den Griff bekommen und debütiert auf der ROG Xbox Ally und der ROG Xbox Ally X. Unter den angekündigten Funktionen nennt der Bericht zudem Shader Model 6.9 und die weitere Entwicklung der Cooperative Vector. Wer DirectStorage technisch einordnen will, findet Hintergründe im Bericht zur DirectStorage-Strategie von Xbox.
PlayFab Game Saves und weitere Dienste
Bei den Cloud-Diensten geht PlayFab Game Saves in die öffentliche Vorschau. Die Funktion bringt Speicherstandverwaltung zunächst für plattformübergreifende Titel auf den Ökosystemen Xbox und Steam. Den Zugang gibt es über den PlayFab Game Manager im Bereich Progression unter Game Saves (Preview). Daneben nennt der Bericht eine Aktualisierung der PlayFab-Anmeldung für Battle.net, optionale PlayStream- und Telemetrie-Integrationen für Bestenlisten und Statistiken, eine neue Funktion für Community Stats sowie eine Schaltfläche zum Löschen eines Studios.
Über diese Werkzeuge hinaus dokumentiert der Quartalsbericht das Certification Fastlane Program und meldet, dass über die Xbox-Storefronts mehr als 10.000 Accessibility-Feature-Tags validiert wurden. GameInput PC erreicht in Version 2.2 Unterstützung für Haptik, Bewegungssteuerung und WINE. Hinzu kommen Aktualisierungen von Drittanbieterwerkzeugen wie der Simplygon-Herbstausgabe und einer automatisierten Charakteroptimierung.
