Das Marktforschungsunternehmen Circana hat am 18. Januar 2024 die vollständigen Verkaufszahlen für den US-Gamingmarkt des Jahres 2023 vorgelegt. Die Konsumentenausgaben für Videospiele in den Vereinigten Staaten kamen demnach auf 57,2 Milliarden US-Dollar, ein Prozent mehr als 2022. Bei der Hardware lag Sonys PlayStation 5 vorn, sowohl nach abgesetzten Einheiten als auch nach Umsatz. Die Xbox Series X und Series S waren laut den Daten von Circana-Analyst Mat Piscatella dagegen rückläufig. Wie schwierig das Jahr für Teile der Branche war, zeigte sich auch an anderer Stelle: kurz zuvor musste etwa das Entwicklerstudio Galvanic Games seine Pforten schließen.
PS5 hält den Hardwaremarkt allein oben
Die Ausgaben für Spielehardware lagen 2023 bei 6,6 Milliarden US-Dollar und damit auf dem Niveau des Vorjahres. Die PlayStation 5 war über das gesamte Jahr die meistverkaufte Konsole, nach Stückzahlen wie nach Erlösen. Ihr Wachstum fing die Rückgänge bei Xbox Series X, Series S und der Nintendo Switch auf, weshalb das Segment unterm Strich stagnierte. Sony baute seinen Vorsprung in der laufenden Konsolengeneration also weiter aus, während die aktuelle Xbox-Generation im Heimatmarkt zurückfiel.
Beim Zubehör ging es nach oben: 2,6 Milliarden US-Dollar bedeuteten ein Plus von vier Prozent, der Absatz von Gamepads stieg um sieben Prozent. Der Dezember 2023 brachte einen Gesamtmarkt von 7,9 Milliarden US-Dollar, vier Prozent mehr als im gleichen Monat des Vorjahres. Davon entfielen 1,6 Milliarden US-Dollar auf Hardware und 584 Millionen US-Dollar auf Zubehör.
Call of Duty bleibt im 15. Jahr die Nummer eins
Bei den meistverkauften Spielen des Jahres 2023 stand Hogwarts Legacy an der Spitze, dahinter folgten Call of Duty: Modern Warfare III auf Platz zwei und Madden NFL 24 auf Platz drei. Im Dezember 2023 verkaufte sich Call of Duty: Modern Warfare III am besten. Die Reihe Call of Duty blieb in den USA gemessen am Dollar-Umsatz mit Vollpreistiteln im 15. Jahr in Folge die meistverkaufte Spielereihe.
Mat Piscatella räumte ein, dass das Jahresergebnis unter den Erwartungen lag, denn Circana hatte mit einem Wachstum von rund drei Prozent gerechnet. Der Analyst wies außerdem darauf hin, dass sich die Spielzeit immer stärker auf wenige etablierte Marken konzentriert, etwa Fortnite, Minecraft, Roblox, Grand Theft Auto und Call of Duty. Den weit größten Anteil am Gesamtmarkt machten die Inhalteausgaben aus. Auf Abonnements entfielen rund zehn Prozent.
