Rovio schließt Kopenhagener Studio nach dem Aus für Sonic Blitz

Rovio schließt sein Studio in Kopenhagen, nachdem das Mobile-Spiel Sonic Blitz eingestellt wurde. Die Zahl der betroffenen Beschäftigten ist noch offen, weil der Abbauprozess nach Angaben des Unternehmens läuft. Rund 20 Personen waren nach bisherigen Angaben an Sonic Blitz beteiligt.

Eine Sprecherin oder ein Sprecher von Rovio erklärte gegenüber GamesIndustry.biz, die Entscheidung sei für das Team besonders belastend, betonte aber zugleich die Qualität und den Einsatz der Beteiligten. Für Beschäftigte, die nicht in ein anderes Projekt des Unternehmens wechseln können, seien Unterstützung bei der beruflichen Neuorientierung und weitere Angebote vorgesehen.

Sonic Blitz erreicht das geplante Publikum nicht

Alexandre Pelletier-Normand, CEO von Rovio und Sega West COO, begründete die Schließung mit einer stärkeren Konzentration auf ausgewählte Spiele und Standorte. Sonic Blitz war 2025 zunächst in den Philippinen und in Brasilien als Soft Launch gestartet. Im August wurden die Server abgeschaltet, nachdem die weitere Entwicklung beendet worden war.

Pelletier-Normand zufolge wollte Rovio mit Sonic Blitz neue Zielgruppen für Sonic auf Mobilgeräten erreichen. Die Umsetzung sei jedoch schwieriger gewesen als von Sega und Rovio erwartet. Die Einstellung sei nach Unternehmensangaben keine Bewertung der Kreativität oder des Einsatzes des Teams, sondern Teil einer breiteren Veränderung bei Rovio.

Die Entscheidung folgt auf weitere Belastungen im Mobile-Geschäft. Sega hatte 2023 Sonic Blitz offiziell für den Soft Launch angekündigt und Rovio im selben Jahr übernommen. Nach einer später gemeldeten Wertberichtigung auf die Übernahmeinvestition verwies Sega zudem auf Schwierigkeiten bei der Verbindung von Rovios Beacon-Technologie mit eigenen Mobile-Spielen.

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