Udacity kündigte am 28. September 2016 einen Kurs für Virtual-Reality-Entwickler an. Das VR Developer Nanodegree entstand in Zusammenarbeit mit Google, HTC und UploadVR. Damit nahm die Online-Lernplattform ein Angebot für ein noch junges Arbeitsfeld der Spiele- und Softwareentwicklung in ihre Kursplanung auf.
Der Kurs setzte fortgeschrittene Computerkenntnisse und Erfahrung mit kreativen Werkzeugen wie Videobearbeitung, Desktop Publishing oder Bildbearbeitung voraus. Programmierkenntnisse waren nicht zwingend erforderlich, wurden aber empfohlen. Als mögliche Vorkenntnisse nannte Udacity unter anderem Spielentwicklung und Spieldesign sowie die Softwareentwicklung für Android oder iOS. Die damalige Kursseite ist weiterhin über den Eintrag zum VR Developer Nanodegree erreichbar.
Unity und optionale VR-Hardware
Für die praktische Umsetzung setzte der Kurs auf Unity. Die eigenen VR-Inhalte sollten zunächst mit einem Smartphone getestet werden können. Ein optionaler Intensivkurs war dagegen für Teilnehmer mit HTC Vive oder Oculus Rift vorgesehen. Die Hardwareanforderung machte den Unterschied zwischen einem Einstieg über vorhandene Mobilgeräte und einer Entwicklung für dedizierte VR-Systeme sichtbar. Einen ähnlichen technischen Schwerpunkt auf Werkzeuge und VR-Vorschau hatte zuvor bereits Unreal Engine 4.7 gesetzt.
Start zunächst nur in der US-Kursliste
Zum Zeitpunkt der Ankündigung war das Nanodegree noch nicht buchbar und nur in der amerikanischen Kursliste aufgeführt. Udacity hatte beim Start seines Deutschlandangebots angekündigt, die gleichen Kurse auch für deutsche Entwickler anzubieten. Als Preis standen nach damaliger Einschätzung rund 200 Euro pro Monat im Raum, orientiert an den übrigen Udacity-Kursen.
