Eine Auswertung der Steam-Bibliotheken kam im Juli 2016 zu dem Ergebnis, dass 37 Prozent der registrierten Spiele nie gestartet wurden. Die vollständige Analyse stützte sich auf Steam-Statistiken und ordnete die Daten in den digitalen Spielemarkt ein.
Weltweit waren zu diesem Zeitpunkt rund 780 Millionen Spiele in Steam-Bibliotheken registriert. Viele davon wurden trotz Kaufs nicht einmal heruntergeladen. Besonders deutlich fiel der Abstand zwischen Besitz und Nutzung bei älteren Titeln aus, die in Sales und Bundles angeboten worden waren.
Sales und Bundles vergrößern den Rückstand
Als Vergleich diente eine frühere Untersuchung von Ars Technica, die 2.750 Spiele auswertete. Nur 110 Titel standen dort für die Hälfte des Umsatzes. Der übrige Longtail erzielte mit vielen einzelnen Verkäufen ebenfalls relevante Erlöse, vor allem über zeitlich begrenzte Preisaktionen.
Die Zahlen sind deshalb auch für Entwickler und kleinere Publisher interessant. Ein Spiel muss nicht dauerhaft zu einem Vollpreis verkauft werden, um Umsatz zu erzeugen. SteamSpy machte den Unterschied zwischen Besitzern und aktiven Spielern bei einzelnen Titeln sichtbar. Bei Half-Life 2 und Metro 2033 lag der Anteil ungenutzter Exemplare laut der Auswertung besonders hoch.
Für die technische Seite einer großen Bibliothek blieb außerdem die Verwaltung des Speicherplatzes relevant. Ein älterer Beitrag zu Steam unter Windows beschreibt, wie sich der SteamApps-Ordner auf eine andere Partition verschieben ließ. Moderne Bibliotheksfunktionen haben diese manuelle Lösung weitgehend ersetzt.
