Khronos stellt Vulkan-Hpp als offene C++-API vor

Die Khronos Group hat am 23. Juli 2016 Vulkan-Hpp als offene C++-API für Vulkan vorgestellt. Das Projekt ergänzt die bestehende C-Schnittstelle der Low-Level-Grafik-API und richtet sich damit an Entwickler von Engines und grafikintensiven Anwendungen.

Vulkan-Hpp stellt die Vulkan-Funktionen in einer C++-typischen Form bereit. Dazu gehören typsichere Strukturen, Aufzählungen und RAII-Wrapper, die beim Verwalten von Ressourcen helfen. Der Quellcode steht unter einer offenen Lizenz im offiziellen Vulkan-Hpp-Repository bereit.

C++-Schnittstelle für Vulkan-Anwendungen

Vulkan selbst bleibt eine plattformübergreifende Grafik- und Compute-API mit direkter Kontrolle über Speicher, Befehle und Synchronisation. Die neue C++-Schicht verändert diese Vulkan-Grundlage nicht. Sie soll typische Fehler der C-Programmierung vermeiden und die Einbindung in bestehende C++-Engines vereinfachen.

Entwickelt wurde Vulkan-Hpp zunächst von zwei NVIDIA-Mitarbeitern am Standort Aachen. Der Code wurde anschließend an die Khronos Group übergeben. Für Spiele-Engines ist der Ansatz besonders naheliegend, weil viele etablierte Laufzeiten und Werkzeuge ohnehin in C++ geschrieben sind. Ein früherer Beitrag zu DOOM und Vulkan zeigt, wie die API bereits 2016 in PC-Spielen eingesetzt wurde.

Vulkan-Hpp ist als zusätzliche Abstraktion gedacht, nicht als Ersatz für Vulkan. Projekte können weiterhin direkt auf die C-API zugreifen und die C++-Bibliothek schrittweise in bestehende Renderpfade übernehmen. Die Khronos Group veröffentlicht die Schnittstelle zusammen mit der laufenden Vulkan-Spezifikation und dem Quellcode auf GitHub.

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