FTC verlangt klare Werbekennzeichnung bei bezahlten Gameplay-Videos

Die US-Handelsaufsicht FTC hat am 11. Juli 2016 eine Einigung mit Warner Bros. Home Entertainment zu bezahlten Gameplay-Videos bekannt gegeben. Die Behörde beanstandete eine Marketingkampagne für Middle-earth: Shadow of Mordor, bei der Online-Influencer für positive Videos auf YouTube und in sozialen Netzwerken bezahlt wurden.

Die gesponserten Videos erreichten laut FTC mehr als 5,5 Millionen Aufrufe. Ein Video von PewDiePie kam allein auf mehr als 3,7 Millionen Abrufe. Warner Bros. zahlte den Beteiligten je nach Reichweite Beträge von mehreren hundert bis zu mehreren zehntausend US-Dollar und stellte Vorabversionen des Spiels bereit.

Sponsorhinweise standen unterhalb des Videos

Nach Darstellung der FTC sollten die Videos positiv ausfallen und keine gefundenen Fehler oder Störungen nennen. Hinweise auf die Bezahlung standen vielfach nur in der Beschreibung unterhalb des Videos und waren erst nach einem Klick auf „Show More“ sichtbar. In einzelnen Fällen wurde laut Behörde nur der frühe Zugang zum Spiel erwähnt, nicht aber die zusätzliche Vergütung.

Die vorgeschlagene Anordnung untersagt Warner Bros., gesponserte Inhalte als unabhängige Meinungen oder objektive Erfahrungen von Spielern darzustellen. Materiale Verbindungen zwischen Unternehmen und Influencern müssen künftig klar und auffällig offengelegt werden. Außerdem verlangt die FTC Schulungen, Kontrollen der veröffentlichten Videos und bei Verstößen gegebenenfalls das Beenden einer Kampagne oder das Zurückhalten von Zahlungen.

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