GeForce GTX 1080 und GTX 1070 im Test: Zotacs Custom-Karte liegt vorn

Der Test vom 23. Juni 2016 vergleicht Nvidias GeForce GTX 1080 und GTX 1070 mit der Zotac GeForce GTX 1080 Amp Extreme. Die Founder’s Editionen nutzen Nvidias Pascal-Architektur, während Zotac beim Kühler, bei der Platine und beim Power-Limit eigene Akzente setzt.

Für die Messungen kamen Spiele in 1080p, 1440p und 2160p zum Einsatz. Damit ist der Vergleich auch für PC-Spieler und Entwickler interessant, die hohe Auflösungen oder eine leistungsfähige Grafikkarte für Tests und Rendering benötigen.

Pascal mit unterschiedlicher Speicheranbindung

Beide Founder’s Editionen basieren auf dem GP104-Chip im 16FF+-Verfahren und bringen 8 GByte Videospeicher mit. Die GTX 1080 verwendet 2.560 Shader-Einheiten und GDDR5X-Speicher mit 10 Gbit/s. Bei der GTX 1070 sind 1.920 Shader-Einheiten und herkömmlicher GDDR5-Speicher mit 8 Gbit/s aktiv. Das Speicherinterface bleibt in beiden Fällen 256 Bit breit.

Nvidia stattet die Referenzkarten mit drei DisplayPort-Anschlüssen, Dual-Link-DVI und HDMI 2.0b aus. Der HDMI-Ausgang unterstützt 4K mit HDR. Die GTX 1080 arbeitet mit einem Power-Limit von 180 Watt, bei der GTX 1070 sind es 150 Watt. Beide Karten reduzieren ihren Takt, sobald die GPU 83 Grad Celsius erreicht oder das jeweilige Leistungsziel anliegt.

Zotac setzt auf größere Kühlung

Die Zotac GeForce GTX 1080 Amp Extreme nutzt denselben GP104-Chip und GDDR5X-Bausteine wie die Nvidia-Karte, ist aber mit 327 Millimetern deutlich länger und belegt drei Slots. Drei 90-Millimeter-Lüfter, sechs Heatpipes und ein Power-Limit von bis zu 270 Watt erlauben höhere Taktraten. Im Test erreichte die Karte im Dauerbetrieb rund 2,0 GHz und blieb dabei bei maximal 74 Grad Celsius.

Unter Spielelast lag die Amp Extreme im Mittel etwa zehn Prozent vor der GTX 1080 Founder’s Edition. Die zusätzliche Leistung wurde mit einer höheren Leistungsaufnahme erkauft. Das Referenzmodell blieb sparsamer, seine Radialkühlung arbeitete unter Last aber deutlich hörbarer. Im Umfeld der Computex 2016 vorgestellte ASUS-ROG-Hardware zeigt der Vergleich, wie stark sich Gaming-PCs schon damals über Kühlung und Platinenlayout unterschieden.

GTX 1070 knapp vor GTX 980 Ti

Die GTX 1080 lag in den Messungen rund 73 Prozent vor der GTX 980, in einem einzelnen Vergleich sogar etwa 80 Prozent. Die GTX 1070 erreichte trotz der reduzierten Ausstattung meist knapp das Niveau oder etwas mehr als eine GTX 980 Ti. Für 1440p mit hohen Bildraten reichte die Leistung aus, während die GTX 1080 mit reduzierten Detailstufen auch 4K bei ungefähr 60 Bildern pro Sekunde bewältigte.

Hohe Preise zum Pascal-Start

Nvidia brachte die GTX 1080 am 27. Mai 2016 für 790 Euro auf den Markt. Die GTX 1070 folgte am 1. Juni für 500 Euro. Die Zotac GeForce GTX 1080 Amp Extreme sollte für weniger als 800 Euro erhältlich sein. Damit lagen die Startpreise deutlich über denen der GTX 980 und GTX 970, obwohl die neuen Karten ihre Vorgänger bei Leistung und Effizienz klar übertrafen.

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