Git 2.9 erweitert Push-Mails und interaktiven Diff-Filter

Git 2.9 erweitert die Versionsverwaltung um neue Funktionen für Push-Benachrichtigungen und die Arbeit mit Änderungen. Die offiziellen Release Notes nennen unter anderem git-multimail 1.3.1, einen interaktiven Diff-Filter und standardmäßig aktivierte Erkennung von Umbenennungen.

Für verteilte Entwicklungsprojekte sind diese Änderungen vor allem im täglichen Review- und Integrationsablauf relevant. Das Update stammt aus dem Juni 2016 und richtet sich an Teams, die Quellcode über mehrere Branches und Arbeitskopien hinweg pflegen.

Git 2.9 Versionsverwaltung mit neuen Push- und Diff-Funktionen
Git 2.9 Versionsverwaltung mit neuen Push- und Diff-Funktionen – Bild: Git

Mehrere Empfänger für Push-Mails

Git 2.9 bündelt git-multimail 1.3.1. Das Werkzeug kann nach einem Push Nachrichten an mehrere Empfänger verschicken und erleichtert damit die automatische Information über neue Änderungen. In einem Spielestudio lässt sich dieser Ablauf beispielsweise an bestehende Review- und Build-Prozesse anbinden, sofern das Team die Mail-Benachrichtigung in seiner Infrastruktur nutzt.

Diff-Filter und Erkennung von Umbenennungen

Mit interactive.diffFilter lässt sich die Anzeige von Änderungen in interaktiven git add -i-Sitzungen anpassen. Gleichzeitig aktivieren Befehle wie git diff und git log die Erkennung von Umbenennungen standardmäßig. Das erleichtert die Nachverfolgung von Dateien, wenn Code oder Werkzeuge innerhalb eines Projekts verschoben werden.

Sicherere Standardwerte für Branches

Ein weiterer Wechsel betrifft das Zusammenführen unabhängiger Historien. git merge lehnt solche Vorgänge nun standardmäßig ab, um das versehentliche Erzeugen einer parallelen Historie zu verhindern. Für einen ausdrücklich gewünschten Zusammenschluss bleibt --allow-unrelated-histories als Option verfügbar. Zusätzlich kann git rebase -x ohne -i verwendet werden, und git worktree add --no-checkout legt eine Arbeitskopie ohne sofortigen Checkout an.

Die Änderungen ergänzen die vorhandenen Werkzeuge für native Entwicklungsabläufe. Ein früherer Beitrag über MIEngine für GDB und LLDB zeigt, wie offene Debugging-Komponenten in solche plattformübergreifenden Toolchains eingebunden werden können.

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