Saturn testete laut einer Pressemitteilung vom 8. Februar 2016 in Ingolstadt und am Berliner Alexanderplatz eine virtuelle Küchenplanung mit der HTC Vive. Besucher konnten Küchenmodelle im virtuellen Raum konfigurieren und Änderungen direkt ansehen.
Zur Auswahl standen verschiedene Küchen, deren Frontfarben, Materialien und Elektrogeräte sich anpassen ließen. Zwei großformatige 4K-Displays zeigten anderen Kunden, was in der VR-Anwendung geschah. Saturn nutzte eine Entwicklerversion der HTC Vive und übertrug Bewegungen innerhalb eines abgegrenzten Bereichs in die virtuelle Szene.
Innoactive liefert das POS-Konzept
Die technische Umsetzung entstand gemeinsam mit dem Münchner Unternehmen Innoactive und dem Küchenanbieter Kiveda. Innoactive beschrieb das System als stationäres Point-of-Sale-Konzept für interaktive VR-Visualisierungen. Der Ansatz ließ sich auch für Messestände und andere Produktpräsentationen verwenden.
Saturn stellte die Anwendung als Teil einer breiteren Prüfung von Virtual Reality im Handel vor. Die Pressemitteilung nannte neben Küchenplanung auch weitere VR-Angebote in Märkten, darunter Computerspiele. Damit lag der technische Bezug nicht nur in der Präsentation eines Produkts, sondern auch in Raumtracking, Eingaben und der Darstellung interaktiver 3D-Inhalte.
Bewegung im virtuellen Raum
Für die Entwicklung interaktiver Anwendungen ist die Kombination aus Headset, Tracking und frei konfigurierbarer Szene ein greifbares Beispiel aus der frühen Vive-Phase. Ein älterer Beitrag zum Holodeck 4.0 zeigt einen weiteren Ansatz für frei begehbare virtuelle Umgebungen.
