Revive: Oculus-Spiele laufen 2016 auch auf der HTC Vive

Die Kompatibilitätsschicht Revive machte 2016 erste Oculus-Spiele auf der HTC Vive nutzbar. Das Projekt übersetzt Funktionen des Oculus SDK in Befehle für OpenVR. Damit konnten Vive-Nutzer unter anderem das Rift-Spiel Lucky’s Tale ausprobieren, obwohl Oculus den Titel exklusiv im eigenen Store anbot.

Revive war kein offizieller Dienst von Oculus oder Valve. Die Software veränderte die Laufzeitumgebung und stand damit im Konflikt mit den Nutzungsbedingungen der beteiligten Plattformen. Die technische Idee war dennoch klar: Die Kompatibilitätsschicht sollte den Unterschied zwischen Oculus Runtime und OpenVR abfangen, ohne das Spiel selbst zu verändern.

Exklusivität trifft auf offene Laufzeit

Die Debatte betraf die frühe Phase der PC-basierten VR-Systeme. Oculus Rift und HTC Vive nutzten unterschiedliche Laufzeitumgebungen, während Entwickler ihre VR-Spiele zunehmend für mehrere Headsets anpassten. Für Studios bedeutete eine offene Abstraktion weniger getrennte Integrationsarbeit bei Eingabe, Rendering und Geräteerkennung.

Der Ansatz stand neben Microsofts damaliger Verbindung von Xbox und Oculus. Die Partnerschaft für den Xbox-One-Controller und das Streaming zeigt, wie VR-Hardware 2015 auch mit klassischer Konsolensteuerung und Windows zusammengedacht wurde.

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