Die Ransomware TeslaCrypt zielte 2015 gezielt auf Dateien aus Spielen. Eine Analyse von Kaspersky beschrieb Angriffe auf Spielstände, Nutzerprofile und Aktivierungsdateien von mehr als 40 Spielen. Betroffen waren unter anderem Dateien aus League of Legends, Call of Duty, Dragon Age, StarCraft, Minecraft und World of Warcraft.
TeslaCrypt verschlüsselte die Daten mit AES und verlangte für den privaten Schlüssel zunächst 500 US-Dollar in Bitcoin. Nach Ablauf einer Frist sollte sich die Forderung erhöhen. Die Schadsoftware wurde unter anderem über Webseiten verteilt, die den Angler Exploit Kit einbanden.
Talos entwickelt ein Entschlüsselungsprogramm
Cisco Talos analysierte im April 2015 zwei TeslaCrypt-Proben und stellte fest, dass die Erpresser mit RSA-2048 warben, tatsächlich aber eine symmetrische AES-Verschlüsselung einsetzten. Das von Talos entwickelte Entschlüsselungsprogramm konnte Dateien wiederherstellen, wenn die zugehörige Datei „key.dat“ und der passende Masterschlüssel vorhanden waren.
Talos empfahl, verschlüsselte Dateien vor jedem Wiederherstellungsversuch zu sichern. Unabhängig vom verwendeten Schutzsystem blieben regelmäßige Offline-Backups die wichtigste Gegenmaßnahme, weil sie Spielstände und Konfigurationsdateien auch nach einer erfolgreichen Infektion verfügbar halten.
